Platzgestaltung zum Findling, Hüven

Hüven LEBEN auf dem Hümmling

Im Jahr 2020 wurde auf der Ackerfläche eines Landwirtes in Hüven ein etwa 6 m x 4 m x 3 m großer Findling frei gelegt. Dabei handelt es sich um den viertgrößten Findling im Land Niedersachsen, der bisher entdeckt wurde. Die Gemeinde Hüven hat sich daraufhin zum Ziel gesetzt, diesen Findling zu bergen und ihn im Dorf zu präsentieren. Im Rahmen eines Schwertransportes wurde im Dezember 2020 dieser 102,5 t schwere Koloss vom Acker geborgen und zum Schützenplatz in der Ortsmitte von Hüven transportiert.

Der neue Standort an der Straße „Am Schützenplatz“ wurde so gewählt, dass dieser Stein in Sichtachse von der Straße „Am Schützenplatz“ liegt. Vorplatz, Umfeld und die Zuwegung wurden im Rahmen der Umfeldgestaltung des Findlings gestalerisch aufgewertet. Hierbei wurden die starke Besucherfrequenz von Radfahrern, Besuchergruppen mit Bussen als auch kleineren Gruppen mit PKWs bedacht werden. Die ehemalige graue Pflasterfläche vor dem Findling, die erhebliche Versackungen aufwiess, wurde aufgenommen und damit eine großflächige Entsiegelung erreicht. Ziel der Umfeldgestaltung war es, den Findling von allen Seiten, von seiner Größe als auch von seiner Beschaffenheit her zu erleben und wahrzunehmen. Dazu wurde um den Findling ein Rundweg konzipiert, zum Stein selbst wurde die Fläche mit ortstypischen Katzenköpfen (Kleine Findlingssteine) angepflastert.

Um die Anbindung von der zentralen Kreuzung in der Ortsmitte mit seinen Hauptstraßen sowie Fuß- und Radwegen zu optimieren, wurde der ansatzweise vorhandene Fuß- und Radweg an der Straße „Am Schützenplatz“ bis zum Findling verlängert. Am neuen Findlingsstandort findet sich nun eine Haltemöglichkeit für einen Bus, der dieses Ziel für Besuchergruppen anfährt. Weiterhin sind Parkplätze für Pkw eingerichtet worden. Von dem Busparkplatz führen vorne und hinten Fußwege zum Findling. An dem östlichen Fußweg sind Fahrradstandplätze vorhanden.

Um einen längeren Aufenthalt in Findlingsnähe zu gewährleisten, aber auch als Schutz für Radfahrer bei Schlechtwetterereignissen, ist seitlich vom Findling eine Schutzhütte mit Sitzmöglichkeiten aufgestellt worden. Diese ist von den Straßen gut einsehbar. Insgesamt wird die Anlage barrierefrei ohne Stufen gestaltet.

Da der große Findling dauerhaft Menschen anziehen wird und es sich bei diesem Standort um einen wichtigen innerörtlichen Platz handelt, wurde eine LED-Wand aufgestellt . Über diese LED-Wand erfährt der Nutzer neben allgemeinen Informationen auch Hintergrundinformationen zum Findling. Aber auch Videos u.a. von der Bergung des Kolosses werden eingespielt.

Um den Findling in der Örtlichkeit besser u.a. während den Wintermonaten in Szene zu setzen, wird er aus der Blickachse der Zuwegung angeleuchtet. Hierfür wurden zwei Bodenstrahler eingesetzt.

Ein wichtiger Aspekt stellte auch die Grüngestaltung im Rahmen der Umfeldaufwertung des Findlings dar. Der vorhandene Baumbestand wurde erhalten und durch eine Unterpflanzung aufgewertet. Die Hauptachse zum Findling wurde durch Geophyten unterstützend betont. 

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